Hinweise zur verwendeten Hardware


DVB-Karten

Eingesetzt habe ich zwei DVB-Karten des Typs Skystar 1 von Technisat. Baugleich dazu sind Karten von Siemens, Hauppauge und Technotrend erhältlich, wobei die Hauppauge die am weitesten verbreitetste und teuerste ist. Da die Karten absolut baugleich sind und unter Linux und auch Windows mit der gleichen Software / Treibern laufen, kann man durchaus 80 DM pro Karte sparen, wenn man nicht die Hauppauge kauft.

DVB-Karte AnschlußDie Karten haben folgende Funktion:

  • Satelliten- bzw. Kabeltuner
  • MPEG2-Decoder für Wiedergabe, dadurch keine CPU-Belastung
  • Anschluß für LNB, Durchschleifmöglichkeit für weiteren Receiver
  • Composite-Bildausgang (Cinch) und Tonausgang (3,5 mm Klinke)

Insbesondere läuft also die Bild- und Tonwiedergabe über die DVB-Karte, nicht über die Grafikkarte!

Die Tuner-ICs der Karten werden äußerst heiß. Wegen des vergleichsweise engen Gehäuses werden sie sicherheitshalber durch zusätzliche Kühlkörper gekühlt. Auch so erreichen die Karten schätzungsweise noch eine Temperatur von etwa 60° C. Links sieht man eine DVB-Karte, wie sie geliefert wird, rechts eine mit aufgesetztem zusätzlichen Kühlkörper. Befestigt habe ich den Kühlkörper an dem Deckel des Abschirmgehäuses des Tuner-Teils.

DVB-Karte ohne Kühlkörper DVB-Karte mit Kühlkörper


RGB-Anschluß zum Fernseher

Die alte Version 1.3 der DVB-Karten haben einen Stecker auf der Karte, an dessen Pins das RGB-Signal anliegt. Lötet man sich ein entsprechendes Kabel und schließt man die Karte zur Wiedergabe darüber an den Fernseher an, kann die Bildqualität deutlich verbessert werden. Die Pinbelegung sieht folgendermaßen aus:

RGB-Anschluß


LCD-DisplayLCD-Display

Das LCD-Display ist das 40x4-Textdisplay von Conrad-Elektronik. Die neue Version (seit dem 2001er Katalog) kostet statt 229 DM nur noch 149 DM, aber die Qualität ist auch nicht mehr so hoch. (In meiner MP3Box ist das alte teurere Display von Conrad, welches einen ungewöhnlich hohen Kontrast und eine sehr helle Hintergrundbeleuchtung besitzt.)

Angeschlossen wird es an die parallele Schnittstelle.

Grafikkarte

Ich habe eine Grafikkarte mit TV-Out genommen, der über den SIS6326-Chip läuft. Solche Karten sind schon für 50 DM neu erhältlich.

Der Rechner läuft nur im Textmodus, und er benötigt normalerweise keinen TV-Out. Es ist aber praktisch, beim Konfigurieren im Fehlerfall direkt auf dem Fernseher das Bild sehen zu können.

Da die aufgenommenen Videos aber nicht über die Grafikkarte wiedergegeben werden, ist die Qualität des TV-Outs unwichtig.

Anforderungen an die Grafikkarte sind also:

  • billig
  • irgendein TV-Out, der ohne es ihm zu sagen das Bild auf dem Videoausgang anzeigt, wenn kein Monitor angeschlossen ist


Festplatte

Man sollte eine Festplatte mit Akustik-Management einsetzen. Die ursprüngliche Maxtor-Festplatte habe ich mittlerweile durch eine Samsung ersetzt. Diese sind momentan (01/2004) die leisesten, die es gibt. Es empfiehlt sich, eine aktuelle Vergleichstabelle einer Computerzeitschrift anzuschauen.


CPU mit KühlkörperCPU

Die eingesetzte K6-II mit 300 MHz reicht von der Leistung her vollkommen aus: Im Normalbetrieb ist sie zu etwa 7% ausgelastet, bei gleichzeitiger Aufnahme und Bildsuchlauf werden es nicht mehr als stabile 60%.

Statt der normalen Kühlkörper-Lüfter Kombination habe ich einen großen Kühlkörper aufgesetzt. Die CPU-Temperatur liegt bei knapp 50°C.