IR-Empfänger

IR-Empfänger
der Vishay TSOP 1738 IR-Empfänger findet Platz, wo der S/PDIF-Ausgang vorher war
Bisher hatte ich auf dem Zweitrechner WinLIRC und Girder mit einem an der seriellen Schnittstelle angeschlossenen einfachen IR-Empfänger ausprobiert. Bei Betrieb von WinAmp war aber die Erkennungsleistung schlecht - nur jeder ca. 10. Tastendruck wurde erkannt. Auch verschiedene Einstellungen halfen da nicht weiter. Das grundsätzliche Problem ist, dass der Rechner selbst für die Zeitmessung der Signalimpulse zuständig ist, und wenn andere Software ebenfalls läuft, ist dies eben ungenau. Warum allerings bei WinAmp dies ein Problem darstellte (auch bei Idle-Priorität), während es bei der Videowiedergabe mit weit höherer CPU-Auslastung kein Problem darstelle, weiß ist nicht.

Bei Problemen mit der Erkennungsleistung empfehle ich den IgorPlugUSB IR-Empfänger. Dieser geniale Empfänger wird über die USB-Schnittstelle angeschlossen. Die gesamte Erkennung des Signals wird von einem 12 MHz getakteten, etwa 10x10mm großen Microcontroller erledigt. Dadurch ist die Zuverlässigkeit der Erkennung quasi 100%. Der Mikrocontroller wird direkt an den USB-Bus angeschlossen, da das gesamte USB-Protokoll im Mikrocontroller in Assemblersprache implementiert wurde. Der eingesetzte Microcontroller ist übrigens auch mit dem von mir im Funkuhr-Kapitel vorgestellten Programmieradapter programmierbar.

Eingesetzt wird als Software wiederum Girder, wobei der USB-Adapter über ein Girder-PlugIn angesteuert wird. WinLIRC wird nicht benötigt.

Ein Problem hat gibt es beim Zusammenspiel von dem IgorPlugUSB-Plugin für Girder aber: Girder schmiert ab, wenn man es beendet. Dies wird hoffentlich bald behoben sein. Bis dahin kann man mit pskill den Girder-Prozeß einfach abschießen (ich fahre den Rechner durch eine von Girder aus gestartete Batchdatei herunter, welche auch Girder abschießt).

Schaltplan der Fernbedienungselektronik
Schaltplan der Fernbedienungselektronik
(genaueres auf der IgorPlugUSB Homepage)