weitere Maßnahmen


passiv gekühlte Netzteile :-(

Mittlerweile gibt es (fast) für alle Komponenten des Systems Passivkühler. Insbesondere gibt es passiv gekühlte Netzteile, welches wohl gerade ein Modegag ist. Ich rate prinzipiell von lüfterlosen Netzteilen ab. Diese werden im Betrieb ca. 65-70°C heiß und die Komponenten im Netzteil selbst werden teilweise noch heißer (zu heiß, so daß man das Netzteil dann in wenigen Jahren wegschmeißen darf). Außerdem ist ein (geringer) Luftstrom im Gehäuse notwendig. Ohne einen Luftstrom im Gehäuse werden z.B. die Festplatte, die Chips auf dem Board und die Laufwerke ebenfalls (zu) heiß. Wer das genauer nachlesen will, dem sei auf die c't von Juli 2004 verwiesen.


Festplatten-ZusatzlüfterFestplatten-Zusatzlüfter

Mehrere Festplatten werden im Bild rechts durch zwei zusätzliche Lüfter in der Gehäusefront gekühlt. Zwischen den Platten ist so viel Platz, daß auch ein Luftstrom zustande kommen kann.

Festplatten-ZusatzlüfterLinks sieht man einen aufgeklebten Kühlkörper. Zwischen Kühlkörper und Festplattenoberfläche befindet sich etwas Wärmeleitpaste zur besseren Wärmeübertragung, der Kühlkörper wurde an einigen Punkten mit 2-Komponenten-Kleber befestigt.

Hier muss ich noch erwähnen, dass man wenn möglich natürlich nur eine einzige Festplatte im System haben sollte, da die Wärmeentwicklung geringer ist.


CD-Brenner-LüfterCD-Brenner-Lüfter

CD-Brenner-LüfterHier ein Einbaubeispiel für einen Zusatzlüfter, der den CD-Brenner kühlt. Damit sich das Geräusch nicht auf das Gehäuse überträgt und vor allem eine Laufunruhe nicht auf den Brenner (das könnte im schlimmsten Fall zu schlechten Brennergebnissen führen, je nach Befestigung), habe ich ihn mit Gummibändern aufgehängt.

Am besten man benutzt dazu mit Stoff umwickelte Gummibänder, die es im Nähladen gibt. Dann kann sich das Band nicht an scharfen Metallkanten abscheuern und dadurch reißen.

Links ist zu sehen, daß man das Kabel zur Kontroll-LED auf eine Steckerleiste aufstecken kann. Damit man nicht ins PC-Gehäuse Löcher hineinboren muß, kann man den Schalter am besten in eine 5 1/4"-Frontblende bauen.


Netzteil-LüfterNetzteil-Lüfter austauschen

Alte Netzteile haben meist einen 80mm großen Lüfter nach hinten heraus zur Gehäuserückseite. Leiser dagegen wäre ein 92mm großer Lüfter, der bei gleicher Luftmenge eine geringere Umdrehungszahl benötigt, um dieselbe Luftmenge zu befördern.

Schneidet man in das Netzteilgehäuse ein passendes Loch (geht am besten mit der Stichsäge), kann man einen Lüfter nach innen ins PC-Gehäuse liegend befestigen. Das hat den weiteren Vorteil, daß der Lüfter von außen auch weniger zu hören ist. Beim Schneiden von Löchern in das Gehäuse ist immer sehr darauf zu achten, daß keine Metallspäne ins Gehäuse und auf die Elektronik gelangen. Diese können sehr schnell zu Kurzschlüssen führen. Beim Sägen des Lochs in das Netzteil empfiehlt sich hier z.b. das Ausbauen der Netzteil-Platine aus dem Netzteil-Gehäuse.

Mittlerweile gibt es natürlich Netzteile mit 120mm Lüftern zu kaufen. Ich empfehle auf jeden Fall, einen solchen Lüfter einzusetzen.

Netzteillüfter kühlt CPU

Hier kühlt ein Netzteillüfter gleichzeitig eine Pentium III-CPU mit 600 MHz. Durch die umliegende Pappe wird die Luft eng am CPU-Kühlkörper vorbeigezwungen.

NetzteillüfterPappe führt LuftPappe führt Luft

In dem hier abgebildeten Gehäuse steckt eine P3-600 CPU. Später hatte ich im selben Rechner noch eine Celeron 1300 CPU, die ebenfalls ausschließlich durch einen großen aufgesetzten Kühlkörper und den Netzteillüfter gekühlt wurde. Die Luft wurde durch einen "Schornstein" aus Pappe am CPU-Lüfter vorbeigeführt.


GrafikkarteGrafikkarte: Kühlblech statt Lüfter

Grafikkarte LüfterAuch bei Grafikkarten bringt manchmal ein passender Kühlkörper (oder hier Kühlblech) dieselbe Kühlwirkung wie der standardmäßig vorhandene Lüfter. Natürlich ist auf gute Wärmeübertragung zum Kühlkörper zu achten und die Temperatur am Anfang zu überprüfen. Die rechts abgebildete Karte ist eine Elsa Erazor III Pro mit einem TNT2 Ultra Chip. Für neue "heiße" Karten gibt es entweder die Möglichkeit, einen Passiv-Kühlkörper speziell für Grafikkarten zu kaufen, oder eine Lüfter/Kühlkörper-Kombination ähnlich wie für die CPU vorgestellt (mit Pappkanal, der die Luft führt) zu bauen.


einfache Temperaturregelung

Neben den vorgestellten Ansätzen gibt es einfache Temperaturregelungen für Lüfter. Diese lassen einen Lüfter bei höherer Temperatur mit höherer Drehzahl laufen. Leider fehlt hier die Möglichkeit, eine gewünschte Temperatur einzuhalten, wie dies von der vorgestellten Mikrocontroller-Lüfterregelung erreicht wird.

Wer es dennoch mit einer solchen Temperaturregelung versuchen will, dem seien zwei Schaltungen erwähnt:

Reichelt Elektronik und Conrad Elektronik bieten eine SMD-Platine an, die einen Lüfter zwischen ca. 20°C und 50°C entsprechend ansteuert. In einem Test lief ein Lüfter von mir bei Raumtemperatur aber gar nicht an (Spannung reichte nicht, um Lüfterblatt zu drehen) und durch den trotzdem hohen Strom wurde die Schaltung sehr schnell sehr heiß. Ein großer Nachteil ist auch noch, daß sich nichts einstellen läßt.

Von Conrad Elektronik gibt es aber noch eine Schaltung, die zwar recht groß ist (Bausatz mit herkömmlichen Komponenten), bei der man aber die Grunddrehzahl mit einem Poti einstellen kann.


Pentium3-600Kühlfläche vergrößern

Der hier abgebildete Kühlkörper war für einen aufgesetzten Lüfter ausgelegt. Damit bei Betrieb ohne Lüfter die Wärmeabgabe besser ist, habe ich nachträglich noch Laufwerksblenden als zusätzliche Kühlfläche angebracht. Wichtig ist wie immer auch eine ausreichende Befestigung (vor allem bei Metall, da die Gefahr von Kurzschlüssen besteht, wenn sich etwas löst). Hier habe ich die Bleche mit 2-Komponenten-Kleber befestigt.


leise Festplatten

Neue Festplatten haben ein Akustik-Management. Diese Platten lassen sich in verschiedenen Modi betreiben. Man kann sie mit leichten Leistungseinbußen deutlich leiser betreiben.

Festplatten mit 7200 Upm haben sich ja nun allgemein durchgesetzt. Grundsätzlich spräche nichts gegen eine Festplatte mit 5400 Upm, die zudem evtl. leiser sein kann. Die Datenrate reicht ebenfalls bei langsamer drehenden Platten. Insgesamt muss ich aber sagen, dass man sich auf jeden Fall Datenblätter bzw. entsprechende Testberichte zu Festplatten durchlesen sollte, um eine Festplatte mit ausreichend Geschwindigkeit und leisem Betriebsgeräusch zu finden. Generell kann man nämlich keine Aussagen machen.


Festplatte weich aufhängen

Befestigt man eine Festplatte nicht am Metallgehäuse, sondern mit einer dafür vorgesehenen Halterung, in der die Platte in einer Gummihalterung liegt, übertragen sich die Schwingungen der Platte nicht auf das Gehäuse. Auch dies führt zu einer Geräuschreduzierung.

Ebenso kann man sich soetwas selbst bauen (siehe VDRBOX).

Zu diesem Thema kann ich übrigens nicht sehr viel sagen, da die Festplatte in meinem Hauptrechner "starr" eingebaut und trotzdem leise genug ist.


Dämmmaterialien

Es gibt Gehäuse mit speziellen Innenauskleidungen und auch Nachrüst-Sets. Diese sollen weniger Geräusche nach außen lassen.

Ich habe allerdings keine Erfahrung mit solchen Sets.