Nutzung der Motherboard-Lüfter-Steuerung

Auf jedem Motherboard ist seit Jahren ein Chip zu finden, der die Spannungen und Temperaturen des Systems überwacht. Diese lassen sich im BIOS und mit einigen Programmen (z.B. Motherboard Monitor) anzeigen. Auf meinem Board ist es z.B. der Winbond W83697HF.

Nicht so bekannt dürfte sein, dass diese Chips meistens die Möglichkeit besitzen, die am Board angeschlossenen Lüfter nicht nur zu überwachen, sondern auch zu steuern, d.h. die Drehzahl einzustellen. Grundsätzlich ist das eine tolle Idee, so würde es doch eine Regelung (Regelkreis: Temperatur messen, Gegenmaßnahme entscheiden, Gegenregeln) einerseits vom BIOS aus und andererseits per Software erlauben. Eine Steuerung vom BIOS aus ist in Shuttle Barebone-Systemen zu finden (auch wenn ich nicht sicher bin, ob diese dazu einen weiteren Chip einsetzen). Um die Lüfter per Software zu steuern gibt es z.B. SpeedFan (sicher noch einige andere Programme) welches diese Regelung vornehmen kann.

Leider werden die zur Steuerung des Lüfters notwendigen Ausgabe-Pins des Chips auf dem Motherboard selten angeschlossen. Wer aber gut löten kann (der Pinabstand der Chips ist ca. 0,6mm, es müssen Kabel an ein bis zwei Pins gelötet werden), kann sich die entsprechende Schaltung nachbauen. D.h. man lötet eine entsprechende Erweiterungsschaltung an einen Pin dieses Chips auf dem Board und schließt daran den Lüfter an. Für die Schaltung bei einem konkreten Chip kann man sich einfach das Datenblatt aus dem Internet besorgen und die Verkabelung nachlesen.

Schaltplan Board-Lüfterregelung
Benötigte Zusatzschaltung, um am Winbond W83697HF zwei Lüfter zu steuern (falls vom Board nicht vorgesehen)


Vorteile der Nutzung dieses Chips

Nachteile