Anleitung Mikrocontroller

Mikrocontroller sind toll: Man erhält sie für ein paar Euro. Man bekommt eine kostenlose Programmier- und Simulationsumgebung für den PC. Ein Programmiergerät zum Anschluß an die parallele Schnittstelle kann man mit wenigen Bauteilen leicht herstellen. Nach dem Flashen eines Programms in den Mikrocontroller erhält man so ein autonomes, also vom PC unabhängiges System, mit dem man beliebige Steuer- und Regelaufgaben erledigen kann. Schalter und Sensoren sind ebenso leicht anzuschließen wie Lampen und Motoren.

In kurzer Zeit läßt sich ein erstes Programm erstellen. Ob man Mikrocontroller zunächst in Assembpersprache programmiert oder gleich mit der Programmierung in C oder einer anderen höheren Programmiersprache loslegt, ist letztlich Geschmackssache.

Ich selbst habe damals mit Assemblerprogrammierung angefangen. Der Vorteil ist, dass man die Programme schon am PC vollständig im kostenlosen AVRStudio von Atmel simulieren kann und schnell die Bedeutung der einzelnen Register und Funktionen des Mikrocontrollers erlernt. Auf Dauer ist aber die Programmierung in einer höheren Programmiersprache anzuraten, auch wenn das Compilat im Schnitt vielleicht doppelt so groß wird. Die zusätzliche Übersichtlichkeit und geringere Fehleranfälligkeit ist von großem Vorteil und Ressourcen (Speicher, Rechenzeit) sind in fast allen Fällen auch nicht das Problem.

Es geht in diesem Kapitel übrigens ausschließlich um die mittlerweile weit verbreiteten Atmel Mikrocontroller.


Wie fange ich an?

Der Einstieg ist einfacher als man denkt. In wenigen Schritten kommt man zu einem funktionsfähigen System:

  1. Mikrocontroller auf eine Lochrasterplatine löten
  2. Programmieradapter anschließen
  3. erstes Programm übersetzen
  4. Programm in den Mikrocontroller flashen